Friedensbrücken - Webseite der Frauenföderation für Frieden e.V.

Unsere Ortsgruppen

In dieser Rubrik berichten wir über Aktivitäten in unseren Ortsgruppen. Viel Spaß beim Lesen!

Bonn

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Stuttgart

Wissen/ Sieg


Ortsgruppe Bonn

                 

Weltfrauentag 2016, Bonn

Gregor und Margit Sattler

Anlässlich des Weltfrauentags 2016 veranstaltete die Frauenföderation für Frieden Bonn am Sonntag, 13. März 2016, um 14.00 Uhr in Bonn-Bad-Godesberg einen Nachmittag zu dem Thema: Was bedeutet Frau-Sein für mich?
Die beiden Referentinnen, Ingrid Lindemann und Christine Sato, Vorstandsmitglieder der Frauen-föderation für Frieden Deutschland e.V., erläuterten wesentliche Ziele der Frauenföde-ration und ihre persönlichen Erfahrungen bei ihren Bemühungen, inneren Frieden zu erreichen und diesen nach außen zu tragen und in der Gesellschaft zu verbreiten. Ihre informativen und einfühlsamen Referate erreichten den Intellekt und die Gefühlswelt des hochinteressierten, gemischten Publikums, das mit zahlreichen Fragen und Kommentaren zu einem lebendigen Aus-tausch beitrug. Es wurde deutlich, dass innerer Frieden nichts Statisches ist sondern ein lebendiger Prozess. Drei der Anwesenden wurden anschließend für ihren Einsatz als Friedensbotschafterinnen mit einer Urkunde ausgezeichnet.


Vortrag zum Internationalen Frauentag in Bonn

Die Ortsgruppe Bonn feierte den Internationalen Frauentag mit einer Veranstaltung zum Thema: Mein persönlicher Frauentag". Nach einer Vorstellung der Frauenföderation durch Christine Sato sprach Ingrid Lindemann über ihren ganz persönlichen Frauentag. Lesen Sie hier die ganze Rede zum Frauentag 2015


Ortsgruppe Dresden                 

                  

„Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“

Donnerstag, 15. August 2013,
im Lichthof des Rathauses in Dresden


Hier die Eröffnungsansprache von Dr. Elke Preußer Franke zur Eröffnung der Ausstellung. Frau Dr. Preußer-Franke ist Vorstandsmitglied der Frauenföderation für Frieden und 1.Vorsitzende des Jüdischen Frauenvereins Dresden.

Sehr geehrte Frau Integrations- und Ausländerbeauftragte Dr. Uta Kruse, liebe Mitglieder, liebe Gäste,
der Jüdische FrauenVerein Dresden gedenkt anlässlich des 50. Jahrestages der erstmaligen Auszeichnung, die von der Holocaust-Gedenkstätte YAD VASHEM Jerusalem für Retter verfolgter Juden vergeben wurde. Heute, am 15. August 2013, also fast auf den Tag genau, sind es 50 Jahre, da erstmals diese öffentliche Ehrung für jene Menschen erfolgte, die in der Nazi-Zeit ein Leben gerettet haben. Im Jahr 2013 erinnern zwei Jubiläen an Menschen, die den Nationalsozialisten ihren Widerstand auf sehr beeindruckende Weise entgegensetzten: das 60. Gründungsjubiläum der Holocaust-Gedenkstätte YAD VASHEM Jerusalem, und der 50. Jahrestag der erstmaligen Anerkennung von Rettern verfolgter Juden als „Gerechte unter den Völkern der Welt“.
Die Überreichung einer solchen Ehrenurkunde ist die höchste Auszeichnung, die der Staat Israel an jene Nicht-Juden vergibt, die sich für verfolgte Juden eingesetzt haben.
1963 gedachte erstmalig ein Land nicht nur seiner Opfer, sondern ehrte seitdem auch 25.000 Retter, darunter 525 nichtjüdische Deutsche als „Gerechte“. Zehn dieser Gerechten porträtiert der Jüdische FrauenVerein Dresden 2013 mit seiner neuen Ausstellung „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“.                             Ein Ziel der Ausstellung besteht darin, den leider in der Welt verbreiteten Ruf über die Deutschen, während des Holocaust nur aus Judenmördern oder untätigen Mitläufern bestanden zu haben, durch anschauliche Beispiele zu widerlegen. Und so dient diese Präsentation der Erinnerung an Menschen, die sich im Dritten Reich gegen die herrschende Nazi-Ideologie entschieden und ihr eigenes Leben riskierten, um jüdisches Leben zu retten.

Zu diesen mutigen deutschen Mitbürgern gehör-ten Kurt und Hertha Fuchs aus Dresden-Oberpoyritz, die sich genauso, wie u.a. acht mutige Frauen, einem verbrecherischen System widersetzten - stellvertretend für all jene, deren Namen auf den „Tafeln der Gerechten“ mit der Überschrift GERMANY stehen.
In einer Zeit fanatischer Rassendiskriminierung, in der auf jedes Sich-Einsetzen für verfolgte Juden unwiderruflich die Todesstrafe stand, scheuten sich etliche Menschen dennoch nicht, das Über-leben ihrer jüdischen Mitbürger, ja sogar fremder geflohener jüdischer Häftlinge, zu sichern. Das bedeutete, diese Verfolgten von den eigenen zugeteilten Lebensmitteln mit zu ernähren, sie oft in unmittelbarer Nachbarschaft mit Gestapo-Spitzeln verstecken zu müssen, und so der täglichen Gefahr des Verraten- und Entdeckt-Werdens ausgesetzt zu sein.


Für unser Jugend könnte durch diese Ausstellung der Denkprozess über die Beweggründe, Handlungsweisen und -motive der hier porträtierten mutigen Deutschen angestoßen werden, dass bei erkanntem Unrecht Risikobereitschaft zu zeigen und NEIN zu sagen, möglich ist, anstatt aus Bequemlichkeit oder Feigheit mitzumachen !
Dieses Anliegen ist heute noch aktuell - auch in einer Zeit, da es keines Todesmutes mehr bedarf, sich gegen Ungerechtigkeiten zu engagieren und für Gerechtigkeit öffentlich aufzutreten.
Die gegenwärtig kuratierte Präsentation „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ ist als Zeitzeugen-Projekt eine thematische Erweiterung der vorhergegangenen Ausstellung „Fragt uns, wir sind die Letzten...“ von 2011. Darin ging es um die Verbrechen der deutschen Wehrmacht in den besetzten sowjetischen Gebieten, als den Juden 1941 nur die rechtzeitige Flucht vor den Deutschen half.

Indem die Nachgeborenen damit bekannt gemacht werden, wird es für sie nachhaltig erlebbar, denn die meisten Nachwende-Geborenen wissen von den heldenhaften Taten der als Retter jüdischer Menschen anerkannten Deutschen überhaupt nichts.
Diese Präsentation, von den Mitgliedern des Jüdischen FrauenVereins Dresden 2013 ehren-amtlich konzipiert, spannt den Bogen von der Gedenkstätte YAD VASHEM Jerusalem über das Zwangsarbeiterlager Schandauer Straße 68 bis zum Dresdner Ehepaar Fuchs, das (teils postum) 1996 durch den israelischen Botschafter Avi Primor als „Gerechte unter den Völkern“ im Kulturrathaus Dresden geehrt wurde.
Die Ausstellung des Jüdischen FrauenVereins Dresden ist in Dankbarkeit all jenen Menschen gewidmet, die während des Holocaust Juden geholfen haben. Seitdem, so wissen wir, soll niemals ein Mensch mehr sagen dürfen, dass der Einzelne nichts gegen erkanntes Unrecht tun könne!


 Ortsgruppe Frankfurt
                                                               

Frankfurter Gesprächskreis 16.04.2016

Zusammenfassung von Christine Sato

„Balance zwischen Einsamkeit und Interaktion“
lautete diesmal das Thema unseres Beisammen-seins.
„Wo kämen wir hin, wenn niemand da hingeht, wo wir hinkämen“ - Wortspielerei über die Einsamkeit
Definition von Einsamkeit und allein sein: Perfekte Begleitung oder absolute Einsamkeit, „Lieber allein als in schlechter Begleitung“

Der Unterschied ist das innere Verhältnis zu sich selbst. Fehlende Nähe in Gesellschaft anderer erzeugt Einsamkeit, sich selbst ein Stück entfremdet zu sein, heißt, die Nähe zu sich selbst verloren. In der Gruppe ist Einsamkeit schlimmer als allein sein, „keiner kümmert sich um mich“. Einsamkeit in der Gruppe heißt, sich ausgegrenzt fühlen, es ist keine fruchtbare Einsamkeit, wir haben keine Zeit zu verplempern.
Wodurch entsteht Einsamkeit? Mit sich selbst nichts anzufangen können, dann kommt ein Gefühl der Verlorenheit. Einsamkeit ist oft verbunden mit Leere und Erschöpfung, Leere ist der Augenblick, wo Vertrauen verloren ist Todesnähe ist präsent, wenn ich durch Einsamkeit gehe. Ist Bedürfnis ein Mangel?

Ist Einsamkeit ein Mangel? Einsamkeit ist, die Nähe des Todes fühlen. Meine letzte Einsamkeit ist der Tod
Bei alten Menschen gibt es viel Einsamkeit
Einsamkeit ist eine wertvolle Chance, sich zu besinnen.
In der Einsamkeit ist der Samen, wie ein Winterschlaf, bis wir spüren, ans Leben angebunden zu sein. Nur warten ist Starre, aber der Same ist ein Lichtblick, Wissen, dass der Same gelegt ist, Vertrauen, dass er Wurzeln schlägt und aufblüht. Die Wurzeln wachsen zuerst, du siehst noch gar nichts. Unter der Erde tut sich was, dort schmilzt der Schnee.

Nähe ist die Differenz, hat mit Freiwilligkeit zu tun.
Alles läuft darauf hinaus, Eins zu sein, ist existenzielles Lebensthema
Einen Schritt nach hinten gehen, nur beobachten. Der eigenen Einsamkeit standhalten, ohne Ablenkung, das Gefühl, dass der Tod neben mir steht …„stirb und werde“
Hat zu tun mit der Balance in mir.

Einsamkeit bedeutet vergessen, verbunden zu sein – wir sind Teil von allem, der Natur, etc. Verbundenheit mit dem Universum. Erinnern an andere.
In Einsamkeit kann auch Achtsamkeit entstehen.
Es ist das Vertrauen zu dir, nicht passiv auf etwas warten.
Leere kann auch die größte Verbundenheit sein.

Einweihung - Initiation in das Erwachsenenleben
Interaktion mit Verstorbenen, die Person ist weg, aber Verbindung ist da
Wunsch für alle Menschen, Einsamkeit nicht negativ zu bewerten
Der Tod ist nicht beängstigend, sondern vertraut
Alle Themen führen auf dasselbe hinaus – bei sich sein, achtsam sein. Was nicht wichtig ist, abgeben

Frankfurter Gesprächskreis – Leichtigkeit 

Januar 2015
Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge von Christine Sato
Die ältere Generation ist von der Kriegszeit her zur Härte erzogen, es hieß, wer nicht hart ist, kommt mit dem Leben nicht zurecht.

Erfahrungsgemäß ist niemand mit Schwere zufrieden, wir „stricken“ das Leben selbst, deshalb sich nicht mit schlimmen Sachen füttern, besser von jetzt an das Schöne anvisieren. Durch schreckliche Vorstellungen wird der Denkapparat lahmgelegt, also von Horrorszenen Abstand nehmen.
Leichtigkeit ist für einen Mann eher ein Thema der Vergangenheit, verbunden mit Naivität, Unschuld, Unbeschwertheit. Im Laufe der Jahre geht die Leichtigkeit verloren. Wir bräuchten Flügel, um mit den Tatsachen zurechtzukommen.
Eine Definition von Leichtigkeit ist ein Zitat von Nietzsche: „Die leichten Füße sind das Attribut des freien Geistes“. Leichtigkeit ist leben mit dem inneren Fluss, wenn der ins Stocken gerät, wird es schwerer. Den Begriff „Gutes Leben“ umwandeln in „Schönes Leben“, das macht mehr Freude

Für andere war die Jugend bleischwer, bedrückend. Wer sich mit etwas vertraut gemacht hat, kann dafür Verantwortung übernehmen (Frau und Kinder), dadurch geht Leichtigkeit verloren, Freiheit auch.
Später, als die Kinder ihre eigene Verantwortung für das Leben übernommen haben, ist der Druck weggefallen. Dann kam das Erlebnis der Freiheit und Unbekümmertheit. Seit dem Übergang in den Ruhestand ein viel leichteres Gefühl, z. Bsp. baut tägliches Einsingen Spannungen ab.

Ein anderer Teilnehmer war unbeschwert aufgewachsen, ist mit 19 einer Glaubensgemeinschaft beigetreten, was immer mehr Stress erzeugte und die Moral zur Last wurde. Nach einer theologischen Auseinandersetzung konnte er sein Gottes- und Menschenbild ändern und nach innerer Freiheit und Unabhängigkeit suchen. Wir leben nicht so lange auf Erden, warum nicht das Beste suchen? „Wir haben viele Spielkarten in der Hand, ich kann bewusst steuern, wie ich denke.“
„Leichtsinn“ ist der Sinn dafür, was leicht ist, der Sinn für Leichtigkeit. Alles, was leicht ist, hat eine anrüchige Bewertung, deshalb lieber das Schlimmste erwarten, dann ist es nicht so schlimm. Denn Rückschläge sind schlimmer, wenn man zu positiv denkt.

Leichtigkeit entsteht „im Tal“, durch den Wandel kommt Lebendigkeit, Freude, weil Liebe drin steckt. Die Praxis von Leichtigkeit ist erlebbar: wenn Leichtigkeit einen Sinn bekommt, wird das ein Tag, der unvergesslich ist. Wir brauchen langfristige Sichtweise, nicht kurzfristiges Beurteilen. Das Wertvollste ist, aus eigener Erfahrung zu lernen – Laufen lernen braucht Behütung, mehr nicht.
„Jeder trage des anderen Last“ kann sehr missverstanden werden, ist nicht wirklich hilfreich. Die Hand bereit halten schon, den Becher reichen, aber trinken muss der andere selber. Man kann nie alles für andere tun, das wäre für beide Beteiligte nicht gesund.
Viele junge Menschen lernen schon früh das Gesetz der Anziehung, üben sich, damit umzugehen und alles funktioniert perfekt. Aus jeder Situation das Beste machen, ein Beispiel ist Mozart, er war sehr locker.
„Egoismus“ ist eine tolle Sache für die Gesundheit, in sich hören, was gebraucht wird, das tut gut. (Eine Erkenntnis nach lebensbedrohlicher Krankheit) Die herkömmliche Hierarchie auf den Kopf stellen: das Glück fängt bei mir an, dann sind alle glücklich. Wer auf sein eigenes Wohlbefinden zentriert lebt, dem ist es möglich, Mitleid zu leisten.

Jeden Tag überlegen, was es Schönes gab, dabei verändert sich der Tag. Den Fokus auf das Schatzkästchen der Geschenke legen, wie mit dem Säckchen voll Bohnen in der Tasche, wo bei jedem schönen Erlebnis eine Bohne in die andere Tasche gesteckt wird.
 

Ortsgruppe Gießen

                                         

Russisch kochen in Gießen

19, März 2016, Christine Sato
Nach langem Anlauf und vielen Vorgesprächen kam endlich der ersehnte Tag: Kochen mit russischen Frauen!
Die Freundschaft zwischen Lisbeth und einigen dieser Frauen besteht schon seit langem und so war die Küche ziemlich voll geworden, denn auch mehrere Mitglieder und Gäste der Frauen-föderation wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.
So kamen sie mit den Zutaten an und nach einer kurzen Orientierung ging es los. Hefeteig und Nudelteig wurde geknetet, Zwiebeln geschält und gehackt, Kartoffeln vorbereitet, ein Topf mit den Ingredienzien der Borschtsch auf den Herd gestellt, die Füllung aus Hackfleisch für die Teigtaschen gemischt und auch noch ein Nachtisch vorbereitet. Aus dem anfänglichen Chaos entwickelte sich Schritt für Schritt eine erstaunliche kreative Ordnung. In Kooperation mit uns „Deutschen“ entstanden Piroggen, Pelmeni, die uns an Tortellini erinnern, Teigtaschen mit Kartoffelfül-lung, Wareni-ki, Blini, das sind Pfann-kuchen, die mit einer Creme aus Bananen und geschmol-zener Schoko-lade gefüllt und dreieckig gefaltet werden.
Schneller als gedacht war alles gekocht, im Ofen gebacken und fertig zum Servieren. Dazu gab es noch russisches Brot, das einen ganz anderen Geschmack hat als wir es gewohnt sind.
Als alles aufgegessen war, wurden unsere Gäste in den Saal gebeten, wo allen noch die Arbeit der russischen Frauenföderation vorgestellt wurde, damit sie informiert sind, mit wem sie es zu tun haben.
Bei abschließenden Gesprächen kam zum Aus-druck, dass es ihnen sehr viel Spaß gemacht hat, gemeinsam etwas „auf die Beine zu stellen“, viel befriedigender als zu sitzen und zuzuhören. Wer weiß, was uns als nächstes einfällt, wir dürfen gespannt sein!

„Nachfeier zum Frauentag“ in Gießen

10. März 2016, Brigitte Makkonen
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um von einer kleinen „Nachfeier" zum Frauentag zu berichten.
Mehrere Frauen waren meiner Einladung zu einem Spielenachmittag gefolgt und wir haben es genossen, zusammen ein paar Stunden bei Kaffee/Kuchen spielend und tratschend zu verbringen.

Veranstaltung der Frauenföderation zum UN Internationalen Frauentag in Stuttgart
13. März 2016, Bericht von Ute Lemme
Die Frauenföderation in Stuttgart organisierte zum Weltfrauen-tag 2016 eine Vortragsveranstal-tung. Als Referentin war Elisabeth Heil zum Thema „Über die Arbeit mit Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen“ eingeladen. Frau Heil ist seit zehn Jahren im „Interkulturellen Begegnungs-zentrum für Frauen e.V.“ (IBF) in Schweinfurt tätig. Sie hat viel Erfahrung mit Aktivitäten zur Förderung der Integration von Frauen.
Nach der Begrüßung der Anwesenden durch Ute Lemme und nach einer Einführung zur Geschichte des Internationalen Frauentages berichtete Elisabeth Heil zunächst über die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen in den verschiedenen Ortsgruppen der Frauenföderation in Deutsch-land. Dann zeigte und erklärte sie mit Hilfe von Lichtbildern die Vielfalt der Aktivitäten und Projekte des IBF in Schweinfurt. Dort haben 15 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund und seit Sommer 2015 gibt es dort auch ein Erstaufnahme-lager. Das Ziel des IBF war und ist es, Frauen mit Migra-tionshintergrund einen neutralen Ort zur Verfügung zu stellen, an dem sie sich begegnen, Kontakte zu an-deren Frauen der Stadt knüpfen und Vorurteile durch gemeinsame Aktivitäten abbauen können. Wichtig sind: Gemeinsames Kochen, ein Frauenfrühstück, kulturelle Feste, die Interkulturellen Wochen, verschiedene Kreativ-gruppen, Sprachkurse, Hausaufgabenbetreuung, ein Gesundheitsprojekt, Projekte zur Ausbildung für den Arbeitsmarkt, Ausflüge und Fahrten, z.B. nach Berlin, religiöse Feste, ein Interreligiöser Gesprächskreis, Nachhilfe, Unterstützung bei der Wohnungssuche und bei Behördengängen …
Seit seinem Bestehen hat das IBF bereits mehrere Preise bekommen: 2008 den ersten Integra-tionspreis in Bayern und 2009 einen weiteren Preis.
Wir waren beeindruckt von der Arbeit des IBF. Im Anschluss bestand Gelegenheit zu Fragen der Zuhörer und Antworten der Referentin. Einzelne berichteten über ihre Erfahrungen mit Flücht-lingen. Dann gab es Kaffee, Tee und köstliches Gebäck, wobei wir uns noch untereinander austauschen konnten. . Wir bedanken uns ganz herzlich bei Elisabeth Heil für ihr Kommen und für ihren interessanten Vortrag.


Ortsgruppe München

                              

Bericht zum Muttertag von Magda Haugen

Am Samstag, 07.05.16 veranstalteten wir für die Münchner Frauenföderation in Neumarkt-St.Veit,
einer oberbayrischen Kleinstadt, in unserem Garten ein Frauenfrühstück zum Muttertag, mit dem Thema: „Töchter und Mütter - Sind Mütter an allem schuld?"
Der Einladung folgten Mütter, Töchter, Schwieger-töchter, sowie Ehemänner und Söhne!
Nach kurzer Hausbesichtigung - wir sind jetzt (wieder) ein Mehrgenerationenhaus - konnten wir bei herrlichem Mai-Wetter im Schatten von Bäumen unser Frühstück genießen!
Beim Thema „Töchter und Mütter" ging es dann um die Frage, wie weit unsere Mütter uns geprägt haben, welchen Einfluss mütterlicher Erziehungs-stil, mütterliches Vorbild für uns als Töchter hatte - wie uns Prägungen und emotionale Erfahrungen in der Kindheit ein Leben lang begleiten und auch belasten können.
Anhand von neuen „mütterfreundlichen" psychologischen Erkenntnissen kann es jedoch gelingen, sich von falschen Schuldgefühlen, peinigenden Selbstvorwürfen und einengenden Konzepten zu befreien.
Hier wurde besonders die Wichtigkeit von Vergebung/Versöhnung deutlich, die in einzelnen Schritten erarbeitet werden kann, wie z.B.: Erwartungen herunterschrauben, gelassener werden, mit Grenzen leben lernen, die Kontrolle loslassen, die Probleme des Kindes loslassen, mit göttlicher Hilfe rechnen - was besonders auch Müttern von erwachsenen Kindern schwer zu fallen scheint.

(Buchvorstellung: „Mütter sind nicht immer schuld" von Annemarie Pfeifer)

Die Mutter ist unsere erste Bezugsperson, und die Verbindung mit ihr prägt uns fürs Leben.
Wieviel Mutter braucht ein Kind? Mit einem Jahr, mit drei Jahren, im Schulalter, als Teenager, als junger Erwachsener?
Neueste Erkenntnisse aus Hirnforschung und Traumatherapie zeigen auf, wie erlebte Traumata früherer Generationen - Kriege, Gewalterfahr-ungen, Verluste, Schweigen - das Verhältnis von Müttern und Töchtern, Eltern und Kindern, nachhaltig beeinflussen.
Welche emotionalen Erfahrungen haben wir gemacht in unserer Kindheit, konnten wir Umgang mit Stress erlernen, sichere Bindung erfahren?
(Bindung heißt, „das Kind gesichert gehen lassen!")
Bindungsmuster neigen dazu, sich fortzupflanzen, welchen „Bindungsreigen" haben wir erlebt?
Zuviel Nähe, zu viel Distanz? Vermeidende, ambivalente oder desorientierte Bindung?
Sind wir gefangen in unserer Vergangenheit, in Bitterkeit und Schuldzuweisungen, oder schaffen wir es, in der Gegenwart durch andere positive Beziehungen und Bindungen unsere inneren Verletzungen zu heilen!
Wir suchen nach Erlösung! Wie stark ist der Wunsch nach Versöhnung in uns? Sind wir bereit umzudenken, unsere Denkmuster zu verändern?

Zur Frage, wie eine respektvolle Ablösung und gegenseitige Annahme aussehen könnte, wurde ein weiteres Buch vorgestellt, mit dem Titel: „Mütter sind auch Menschen! - Was Töchter und Mütter voneinander wissen sollten", von Claudia Haarmann.
Es wurden zu verschiedenen Punkten eigene Erfahrungen und Erkenntnisse von den Teilnehmerinnen eingebracht, und einmal mehr wurde deutlich, wie tief diese Fragen uns als Frauen, die wir alle Töchter einer Mutter sind, berühren und bewegen.
Jede trägt ihre eigenen Erfahrungen mit sich, aber viele „wunde Punkte" sind ähnlich!
So wurde zum Abschluss auch noch auf das Buch „Der wunde Punkt" hingewiesen, von Wayne W.Dyer, aus dem in der neuesten Ausgabe der „Herz und Hand" im Leitartikel über Glückliche Mütter... auszugsweise zitiert wird, und das uns bei der „Kunst, nicht unglücklich zu sein", hoffentlich in der nächsten Zeit einige große Schritte weiterhelfen wird!!

Vielleicht können auch solche kleinen familiären Treffen helfen, sich wieder näher zu kommen, den Alltag - wenn auch nur für kurze Zeit - hinter sich zu lassen und neue Kräfte zu schöpfen für den täglichen Lebenskampf.

  

München, von Magda Haugen

Unser erstes Frauentreffen im Jahr 2016, am Sonntag, den 10.01., hatte sich durch einen Überraschungsbesuch etwas verzögert. Nachdem wir uns doch noch zusammensetzten, wurde es ein recht intensiver, spannender Austausch, in zwar kleiner, aber sehr interessanter Runde!
Wir konnten unsere Tagesordnungspunkte be-sprechen, die neue Herz- und Hand-Zeitung wurde kurz vorgestellt, auf wichtige Termine hin-gewiesen.
Wir tauschten uns aber auch über aktuelle politische Ereignisse und Hintergründe aus, viele hochbrisante Themen wurden behandelt und kontrovers diskutiert.

Es gab Buchvorschläge, Berichte von hoffnungs-vollen Initiativen, Plänen und Zielen im Neuen Jahr.
Die Frage, wie wir mit unserer vielfältigen Verant-wortung als Frau, Ehefrau, Mutter, Schwester, Arbeitskollegin, Chefin, am besten umgehen und zurechtkommen, beschäftigt uns alle sehr, und wir fühlten uns am Ende trotz der unterschiedlichen Nationalitäten und verschiedenen Lebenssitua-tionen im Herzen sehr miteinander verbunden!
Wir bedankten uns alle bei der Münchner „Trinität", (Fumiko, Annette, Brigitte), die in der Gruppe sehr viel wichtige Arbeit leisten und viel Verantwortung übernehmen. Wir ermutigten uns gegenseitig und wünschten uns für das neue Jahr weiterhin gute inspirierende Zusammenarbeit

Ortsgruppe Nürnberg

              

Bericht von Althea Corlett

Nürnberg, 8. März
Der 8. März ist der Tag, an dem Frauen rund um den Globus den Internationalen Frauentag feierten.
In Boxdorf, Erlangen, traf sich die Ortsgruppe der Nürnberger Frauen, nachdem sie erst einen Spaziergang unternommen und das nächste Kaffeehaus gefunden hatten. Sie wollten diesen Tag miteinander feiern, sich über ihr persönliches Leben austauschen und alles, was sie in dieser Zeit bewegt. Der Hauptpunkt blieb dabei, wie sich das Leben von Frauen mit den Jahren entwickelt hat, besonders in den letzten 100 Jahren, mit dem Wahlrecht, der Gleichberechtigung und dem Recht, berufstätig zu sein.
Es war ein freudiges, herzliches Beisammensein, wir konnten einander zuhören, während wir uns gegenseitig Zeit gaben, abseits von unseren täglichen Geschäftigkeiten.

Weltfrauentag 2016, Bonn

Gregor und Margit Sattler 
Anlässlich des Weltfrauentags 2016 veranstaltete die Frauenföderation für Frieden Bonn am Sonntag, 13. März 2016, um 14.00 Uhr in Bonn-Bad-Godesberg einen Nachmittag zu dem Thema: Was bedeutet Frau-Sein für mich?
Die beiden Referentinnen, Ingrid Lindemann und Christine Sato, Vorstandsmitglieder der Frauen-föderation für Frieden Deutschland e.V.
, erläuterten wesentliche Ziele der Frauenföde-ration und ihre persönlichen Erfahrungen bei ihren Bemühungen, inneren Frieden zu erreichen und diesen nach außen zu tragen und in der Gesellschaft zu verbreiten. Ihre informativen und einfühlsamen Referate erreichten den Intellekt und die Gefühlswelt des hochinteressierten, gemischten Publikums, das mit zahlreichen Fragen und Kommentaren zu einem lebendigen Aus-tausch beitrug. Es wurde deutlich, dass innerer Frieden nichts Statisches ist sondern ein lebendiger Prozess. Drei der Anwesenden wurden anschließend für ihren Einsatz als Friedensbotschafterinnen mit einer Urkunde ausgezeichnet.


Ortsgruppe Regensburg

Regensburger "Interreligiöses Kafekränzchen mit Gott" am Donnerstag, 28.01.16

Magda Haugen
Das „Kaffeekränzchen mit Gott" fand diesmal bei Familie Beer in Regensburg statt, Jeden Monat lädt eine(r) aus dem Kreis die anderen Teilneh-mer/innen zu diesem „Hauskreis" ein. Inzwischen sind es nicht mehr nur die (Traum)Frauen, die sich durch Träume/Fügung gefunden haben und seit längerer Zeit treffen, sondern auch weitere Freundinnen und sogar einige Männer.
Insgesamt waren wir 12 Teilnehmer/innen, die sich zu aktuellen Themen austauschten, aus Regensburg, aus dem ostbayrischen Raum und sogar aus München!
Da zwischen den Treffen auch ein reger E-Mail Dialog stattfindet, zur Vertiefung jeweiliger Themen, brauchte es nicht lange, um „zur Sache" zu kommen.
Wer möchte, teilt Inspirationen, Eingebungen, Aktivitäten, wichtige Ereignisse, auch persönliche, familiäre, mit der Gruppe.
Vor allem spirituelle Fragen werden hier sehr ernsthaft beleuchtet, die Frage nach unserer Verantwortung in der heutigen Zeit wurde einmal mehr intensiv besprochen.
Für mich wurde bei den verschiedenen Themen und Gesprächen Gottes Gegenwart spürbar, und ich finde, solche Hauskreise sind ein guter Weg, miteinander über längere Zeit in Verbindung zu bleiben und sich gegenseitig zu stärken im täglichen Lebenskampf.
Ich informiere hier auch regelmäßig über Grundsatz-Themen und Aktivitäten der Frauenföderation: Es ist eine große Offenheit da und Bereitschaft, sich zu engagieren, je nach persönlichen Möglichkeiten.
Auch aktuelle Ereignisse, z. Bsp. das Gender-Symposium in Stuttgart und diverse Vorträge dort,
sowie ein weltweiter Gebetsaufruf zum Frieden, der bereits weitergeleitet wurde, fanden reges Interesse!
Alle Themen und Fragenkomplexe wurden sehr ernsthaft und respektvoll diskutiert, es besteht nach wie vor ein ungemindertes Interesse aus dem Regensburger Kreis an weiteren Treffen oder auch an größeren Veranstaltungen, z. Bsp. in München.
Vielen Dank nochmal an die Gastgeber Brigitte und Josef Beer, die sich enorme Mühe gegeben haben, uns mit leckeren Kuchen, Kaffee & Tee und zum Ende noch mit einer kräftigen Suppe zu verwöhnen. Der Abschied von allen Teilneh-menden nach einem so intensiven Austausch wurde wieder sehr schwer!


 Ortsgruppe Stuttgart

          

Eine ganz besondere Vorarbeit in Stuttgart 

Immer wieder bekommen wir von unserem Vorstandsmitglied Ute Lemme Berichte über die Ausflüge der Ortsgruppe Stuttgart. Erst vor kurzem haben wir erfahren, wie viel Vorarbeit dafür geleistet wird. Dieser große „unsichtbare“ Aufwand soll hiermit gewürdigt werden. Folgendes sind Auszüge aus unserer Korrespondenz über die Vorgehensweise:
… Heute habe ich den asiatischen Garten in Münzesheim besucht, um den Ausflug dorthin vorzubereiten.
Ich hatte den Plan, den Besuch am 13.08. durchzuführen. Jetzt bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob ich den asiatischen Garten mit Gästen besuchen möchte.
Von Karlsruhe aus erreicht man ihn mit der S-Bahn nach einer Fahrt von etwa ½ Stunde und einem Fußweg von etwa 10 Minuten. Er liegt beim Therapiezentrum der Kraichtal-Kliniken an Wiesen und einem Sportplatz – leider gibt es weit und breit keine Möglichkeit zu einem Imbiss oder zu einer Tasse Kaffee, nicht einmal im Therapie-Zentrum.
Der Garten selbst ist sehr schön angelegt und eingerichtet, kommt mir aber nicht genug gepflegt vor – ich habe an mehreren Stellen Brennnesseln und Disteln entdeckt. Es scheinen verschiedene Arbeiten im Gange zu sein, so liegen an einigen Stellen Säcke mit Baumaterial und Steinplatten aufgestapelt.
Das Teehaus im Garten ist leider auch nicht bewirtschaftet. Ich werde mich noch mit Gabriele besprechen und Dir dann endgültig Bescheid geben…
…. Gabi und ich suchen ein anderes Ziel aus. Für den Asiatischen Garten in Münzesheim ist der Aufwand zu groß und zu mühsam und wir möchten den Teilnehmer/innen eine Enttäuschung ersparen…
… Ja, ich bereite jede Fahrt gründlich vor. Alles sollte stimmen. Bei unserem Ausflug nach Riedlingen stellte ich z.Bsp. fest, dass der Zug nach Ulm Verspätung haben kann und unser Anschluss beim Umsteigen eventuell gefährdet ist. Ich bereitete eine Alternative für den möglichen Verlust des Zuganschlusses vor, die wir dann tatsächlich gebraucht haben. Wir fuhren mit unserem Zug weiter bis Bad Schussenried und nahmen dort den Bus nach Riedlingen (sonst hätten wir in Ulm im Bahnhof eine Stunde auf den nächsten Anschluss warten müssen).
Oft sind Gaststätten am Samstagmittag geschlossen. Deshalb halte ich bei der Vor-bereitung Ausschau nach Einkehrmöglichkeiten.
In Lorch war es besonders schwierig...
Oft begleitet mich Margot bei meinen Vorbereitungsfahrten. Alleine zu gehen macht mir nichts aus – nur ist dann die Fahrt z.B. mit dem Baden-Württemberg-Ticket relativ teuer…


Sommerausflug ins Monbachtal 

am 13. August 2016
Am 13. August trafen sich bei strahlendem Sommerwetter 13 Mitglieder und Freunde der Stuttgarter Frauenföderation für Frieden im Stutt-garter Hauptbahnhof zu einem Sommerausflug ins Monbachtal. Wir fuhren mit dem Zug nach Pforzheim, dann durch den Schwarzwald nach Bad Liebenzell und weiter mit dem Bus nach Monakam, einem kleinen Ort, der über Bad Liebenzell auf einer Berghöhe gelegen ist. Zunächst besuchten wir das Kirchlein in Monakam, von dort begann unsere Wanderung, die uns zum Monbachtal, im bedeutenden Naturpark im Nordschwarzwald, führte. Auf einem Forstweg ging es bei herrlichem Sonnenschein durch den Wald mit Tannen, Fichten, Kiefern und verschiedenen Laubbäumen.
Wir wanderten - oberhalb der eigentlichen Schlucht - dem Monbachtal entlang bis zu einer Waldwiese mit einer Holzhütte und mehreren Grillplätzen. In der Hütte hielten wir eine wohlverdiente Rast und stärkten uns mit unserem mitgebrachten Vesper und durstlöschenden Getränken. Von dort wanderten wir hinab zu einer Brücke über den Monbach. Hier teilten wir uns in zwei Gruppen: Die Sportlichen gingen dem Bachlauf durch den Wald entlang über Stock und Stein, wo der Weg zum Teil sogar quer durch den Bach führt. Die andere Gruppe benützte einen Forstweg und eine wenig befahrene Landstraße oberhalb des Bachlaufs bis hinab zum Tal-Ende (wo der Monbach in die Nagold mündet).
Dort konnten wir uns wieder auf einer Brücke treffen. Wir kehrten gemeinsam im Café der Liebenzeller Mission ein, erfrischten uns mit Eis, Kaffee und Kuchen. Dieses Café hat eine kleine, stimmungsvolle Kapelle, wo wir uns voller Dankbarkeit im Gästebuch verewigten. Der/die eine oder andere unserer Gruppe äußerte sich entschlossen, wieder ins Monbachtal zurückzukommen und dort vielleicht sogar einen Urlaub zu buchen.
Nach einem erfüllten Tag kamen wir wieder glücklich und zufrieden in Stuttgart an.


Ausflug nach Heidelberg

Stuttgart, den 15. Juli 2013, Ute Lemme
Vom Stuttgarter Hauptbahnhof aus machte sich eine Gruppe der Frauenföderation für Frieden auf zu einem Ausflug nach Heidelberg.
Wir hatten Glück mit dem Wetter, - ein schöner Sommertag in der berühmten Universitätsstadt Heidelberg erwartete uns.
Von Emily Tijsterman, eine Tochter eines unserer Mitglieder, die zurzeit in Heidelberg studiert und einer anderen Studentin wurden wir am Bahnhof erwartet. Nachdem noch zwei weitere Mitglieder und ein Gast aus Karlsruhe eingetroffen waren, starteten wir mit 17 Personen unsere Stadtbesichtigung.
Zunächst fuhren wir mit dem Bus durch die Innenstadt bis zum Universitätsplatz. Schnell stellten wir fest, dass wir nicht die einzigen Besucher Heidelbergs waren. Außer den Einheimischen waren viele junge Menschen, Studenten, und unglaublich viele Touristen-gruppen, Deutsche, Amerikaner, Japaner usw., in der Innenstadt, insbesondere in der berühmten 1,5 km langen Fußgängerzone, unterwegs. Es wimmelte nur so von Menschen!
Heidelberg hat etwa 150000 Einwohner, 1/5 davon sind Studenten. Es hat die älteste Universität Deutschlands, die 1386 nach den Universitäten in Prag und Wien gegründet wurde. Die Stadt Heidelberg hatte als Residenzstadt der Pfalzgrafen und als Hauptstadt der Kurpfalz eine durch Erbfolgekriege und Invasion der Franzosen bewegte Geschichte. Zum Glück blieb es im II. Weltkrieg weitgehend von Zerstörung verschont.
Wir besichtigten einige bedeutende Gebäude, wie z.B. die Universitätsbibliothek, das Hotel zum Ritter, die gotische Heiliggeistkirche und das Rathaus am Marktplatz. Wir erfuhren, dass Martin Luther in Heidelberg schon 1518 bei der sogenannten Heidelberger Disputation seine neuen Lehren vortrug und dass in der Auseinandersetzung zwischen Lutheranern und Reformierten Kurfürst Friedrich III. 1563 den sogenannten Heidelberger Katechismus ausarbeiten ließ, dessen 450 jähriges Bestehen zurzeit gefeiert wird.

Als besonderes Wahrzeichen der Stadt besuchten wir die Alte Brücke über den Neckar mit ihrem mittelalterlichen Brückentor. Von dieser Brücke aus hat man einen herrlichen Blick auf den Neckar, die Stadt und die umgebenden bewaldeten Berge. Über Heidelberg thront das berühmte Heidelberger Schloss, das von verschiedenen Fürsten und Königen begehrt, viel umkämpft und immer wieder zerstört worden war und dessen malerische Ruine Touristen aus aller Welt anlockt. Auf den Hängen der gegenüber liegenden Seite des Neckars kann man den sogenannten Philosophenweg erkennen. Dort auf der Höhe ließ Hitler eine Thingstätte nach dem Vorbild antiker griechischer Theater errichten. Nach unserem Aufenthalt auf der Alten Brücke teilte sich unsere Gruppe auf und wir machten eine Mittagspause. Es gab viele Möglichkeiten, in einem der Restaurants oder Straßencafés einzukehren, sich zu stärken und zu erfrischen.

Der krönende Abschluss unserer Führung war die Fahrt mit der Bergbahn hoch zur Heidelberger Schlossruine. Von dort konnten wir die Stadt und ihre Umgebung überschauen und die mächtigen Festungsmauern und -türme, sowie die Reste des Fürstenschlosses besichtigen. Um das Schloss befanden sich einmal riesige Gartenanlagen, für die große Flächen aus dem Berghang freigelegt und eingeebnet werden mussten.
Mit der Bergbahn fuhren wir wieder zurück ins Tal und von dort mit dem Bus weiter zum Bahnhof.
Ein erlebnisreicher Ausflug fand am Abend mit unserer Zugfahrt zurück nach Stuttgart sein Ende. Angeregt und erfüllt verabschiedeten wir uns voneinander.


Stuttgart: Frauen für Frieden – Gestern und Heute

Am 09. März feierte die Frauenföderation für Frieden in Stuttgart den UN Internationalen Frauentag 2013 unter dem Thema „Frauen für Frieden - gestern und heute". Als Referentin war Rita Seewald, die Leiterin der Frauenföderation für Frieden in Deutschland eingeladen. Nach der Begrüßung durch Ute Lemme, der Verantwortlichen der Frauenföderation in Stuttgart, spielte die Studentin Nina Harlander auf dem Klavier ein Stück eines koreanischen Komponisten.

Nun folgte die Ansprache von Rita Seewald.
Zunächst gab sie eine kurze Erklärung zum Internaionalen Frauentag und dann ihre Ausführungen zur Würdigung von Frauen mit dem Friedensnobelpreis.
Bertha von Suttner war die erste, sie hatte 1905 Alfred Nobel zur Stiftung des Preises inspiriert. Es dauerte 26 Jahre, bis eine weitere Frau den Friedensnobelpreis erhielt. Rita Seewald führte mit ihrer Powerpoint Präsentation verschiedene Preisträgerinnen vor, - eigentlich viel zu wenige, was besonders bewusst wurde beim Preis für die EU, die ja zu 50 % aus Frauen besteht. Im Folgenden stellte Frau Seewald einige Frauen stellvertretend für alle FriedensFrauen vor.


Rosa Parks - Die Frau im Bus - die schwarze Amerikanerin weigerte sich 1955, für eine Weiße ihren Sitzplatz im Bus aufzugeben. Durch ihren mutigen Widerstand wurde in den USA die Bewegung für die Bürgerrechte der Afro-Amerikaner aktiviert. Es führte zu einer Protestbewegung, an deren Spitze später der charismatische junge Pastor Martin Luther King gewählt wurde.

Marianne Großpietsch aus Deutschland - sie gründete wichtige medizinische und soziale Projekte in Kathmandu/Nepal, wo sie 1992 mit der Shanti-Leprahilfe begann und weitere Zweigstellen hinzukamen. Sie konnte einfach nicht nein sagen... Sie sammelt in Deutschland Spenden für ihre Projekte und betreut sie vorbildlich vor Ort in Nepal.

Danach erläuterte Rita Seewald, wofür sich die Frauenföderation speziell in Deutschland einsetzt. Den offiziellen Teil dieser Vortragsveranstaltung beendete das Vorspiel des Liedes „One Woman", http://song.unwomen.org/,das speziell für den UN Internationalen Frauentag 2013 komponiert und genau am 8. 3. 2013 veröffentlich worden war.

Ute Lemme, Stuttgart

Ortsgruppe Wissen/Sieg

                                  


Internationaler Frauentag in Wissen/Sieg „Die Kraft des Weiblichen in mir“

8. März, Christine Sato
Diese Veranstaltung war für mich ein ganz besonderes Erlebnis. Weil ich mich erinnert hatte, dass unser Mitglied und große Unterstützerin Marlene einst in Wissen ihre Familie hatte, habe ich ihr von der Veranstaltung erzählt und da wollte sie gerne dabei sein und so fuhren wir gemeinsam hin.
Wie schon erwartet, war die Fahrt durch den Westerwald äußerst zauberhaft, denn während bei uns schon längst alles grün ist, gab es da oben richtig schönen Schnee. Hinter den hohen Fichten leuchtete es von hinten in ganz zarten Farben, von der Sonne beschienen, ganz mystisch. Ein wunder-bares Postkartenmotiv!
Es sollte um 11 Uhr beginnen, aber da war außer den Veranstalterinnen noch niemand da. Irgend-wann kamen die Frauen eine nach der anderen an und um 12 Uhr haben wir uns dann mit alkoholfreiem Sekt zum Frauentag beglück-wünscht und mit dem Programm angefangen. Aber da waren immer noch nicht alle da - in anderen Ländern gehen die Uhren einfach anders, denn es hatten noch Frauen aus Südamerika und Südosteuropa zugesagt.

Erst hat Norma einen vielsagenden Spruch über das Frau-Sein vorgelesen, der wohl jede von uns angeregt hat, darüber nachzudenken, „wer ich bin“.
Danach informierte ich die Runde kurz über den Ursprung und die Geschichte des Frauentags. Anschließend habe ich mein Referat über „Die Kraft des Weiblichen in mir" gehalten. Darin geht es um das prähistorische Verständnis des Weiblichen als göttliches Merkmal anhand mehrerer Beispiele aus den vorchristlichen Kulturen, die Definition des Weiblichen und was Frauen alles zu leisten imstande sind. Weil einige der Gäste nicht so gut Deutsch verstehen, wurde der Text noch einiges kürzer und das hat auch gereicht.
Daraufhin gab es internationales Brunch, das alle sehr genos-sen haben und anschlie-ßend hat eine Frau aus den Philippinen, die ich schon von anderen Veransta-ltungen her kenne, uns ihre Kunst vorgestellt, aus Plastikmüll entzückende Gefäße herzustellen. Sie möchte das dort bei Gelegenheit in einer Bastelstunde zeigen und ist sehr motiviert, damit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Viele sind dann schon weggegangen und so gelang es leider nicht mehr, Lieder zu singen, was Norma sich eigentlich sehr gewünscht hatte.
Auf dem Heimweg hat Marlene mir noch ein Haus gezeigt, wo sie mit ihrer Familie während des Krieges gewohnt hatte und wo sie zur Schule gegangen war. Eine wunderschöne, bergige Landschaft!

Zwei wunderschöne Veranstaltungen in Wissen an der Sieg

Christian Haubold
Am Sonntag, den 29. März 2015, waren etwa zwölf Gäste der Einladung zu einem Café International mit dem Schwerpunkt „Japanische Kultur“ in Wissen gefolgt.
Die angenehmen Räumlichkeiten, welche die Kontaktstelle „Aufwärts“ vom Freundeskreis Suchthilfe e.V., dankenswerterweise zur Verfü-gung gestellt hatte, wurden liebevoll japanisch geschmückt.
Die Referentin Christine Sato (ent)führte die Anwesenden mit interessanten Bildern und Geschichten auf eine Kirschblütenreise durch Japan. So gab es viel für Auge und Herz zu bestaunen, bevor zwei Japanerinnen in Kimonos mit japanischen Köstlichkeiten unsere Gaumen verwöhnten.
Am Ostermontag, den 6. April, fand an gleicher Stelle ein Frauenfrühstück statt. Neben einem reichhaltigen und liebevoll gedeckten Frühstücks-tisch konnten sich die TeilnehmerInnen (okay, ein paar Männer waren auch dabei) an einem kleinen Büchertisch über die Ziele und Aktivitäten Frauenföderation informieren.
Erneut hatte sich Christine Sato auf den Weg durch den Westerwald nach Wissen gemacht und sprach zum Thema „Samen des Friedens“. Darin geht es darum, unsere Denkweise und das daraus resultierende Verhalten zu überprüfen, um im persönlichen Bereich Frieden zu schaffen. Angeregte Gespräche und Erfahrungsaustausch rundeten diesen gelungenen Vormittag ab.
Von all den Anregungen inspiriert, sang die Gastgeberin Norma Haubold ein brasilianisches Kinderlied vor, das sehr viel Lebensfreude und Liebe zum Ausdruck brachte.



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