Friedensbrücken - Webseite der Frauenföderation für Frieden e.V.

Die Würde der Frau

Bitte sehen Sie auch unsere Webseite zu diesem Thema an: www.diewuerdederfrau.de

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt. 

 (Artikel  1 des Grundgesetzes)



Büchertisch Bonn zum Internationalen Tag der Frau

„Gewalt gegen Frauen“ scheint in Deutschland ein relativ irrelevantes Thema zu sein. Dieses Thema wurde lange Zeit totgeschwiegen oder auf andere Länder bezogen. Doch sind Misshandlungen von Frauen keineswegs selten.

Als  die ersten Frauenhäuser in der Bundesrepublik gegründet wurden, gab es vielerorts noch Zweifel an ihrer Existenzberechtigung. Heute zeigt die Kriminalstatistik, dass die häusliche Gewalt weiter ansteigt. Die vielen Betroffenen brauchen nicht nur Hilfe in einer akuten Krise sondern nachhaltige Unterstützung. Auch ihre Kinder benötigen eine Veränderung, um möglichst gewaltfrei leben zu können.

Besonders durch die Darstellung der Frau, wie sie uns in Werbung und Medien begegnet, entsteht ein missverständliches Menschenbild, das den Wert des Weiblichen entwürdigt.

Die Frauenföderation für Frieden appelliert mit diesem Faltblatt an Frauen und Männer, die mit verhindern möchten, dass unter dem Deckmantel der Umsatzsteigerung durch Werbung die Würde der Frau untergraben und verletzt wird.

Eine wahre Flut von Gewalt ergießt sich in Literatur und Film mit realistischen Darstellungen von sexuellen Beziehungen, Vergewaltigungen und Frauenmorden über uns. Beispiellos in der Geschichte ist der Wildwuchs an Pornographie in Büchern, Zeitschriften, Videofilmen, Filmen und Fernsehen.

Wo immer es Werbung gibt, im Fernsehen, Internet, in Zeitschriften, auf Plakaten, überall wird der weibliche Körper als Lockmittel missbraucht und vermarktet. Diese Art der Werbung ist schon so „normal“ geworden, dass sie für alle Produkte eingesetzt wird, angefangen bei Autos über Lebensmittel bis hin zu Zigaretten und Zeitschriften jeder Art.

So wird das Bild der Frau verzerrt und sie wird zum Objekt sexueller Befriedigung degradiert. Das hat mit Gleichstellung der Frau in unserer Gesellschaft nichts mehr zu tun.

Wenn wir diese Art des Missbrauchs des weiblichen Körpers weiter dulden, öffnen wir der Gewalt an Frauen alle Türen und verletzen die Würde der Frau selbst.

Je mehr wir unsere Stimmen dagegen erheben, je öfter wir gegen diesen Missbrauch unseres Körpers protestieren, desto eher verschaffen wir uns Gehör und verhindern die Normalität dieser Art von Werbung.

Für die Frauen, die im Stillen leiden, die nicht die Kraft haben, sich gegen den Missbrauch aufzulehnen, wollen wir die Achtung und den Respekt vor dem weiblichen Körper wieder zur Norm machen.




        

Büchertisch Gießen

Mit dem Bewusstsein, dass wir als Frauen ganz besondere Werte, Fähigkeiten und spezielle Gaben haben, die unsere Gesellschaft braucht, tragen wir zu einer positiven Entwicklung bei.

Deshalb wollen wir Frauen es weiterhin nicht zulassen, dass durch Hinnehmen sexistischer Werbung, Filme, Lesematerial und durch das Reduzieren der Frau auf ihre Geschlechtorgane innerhalb der Gesellschaft unsere Würde als Frau verletzt und missachtet wird.

Deswegen bitten wir Sie, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Wir haben die Chance, uns zum Wohle der nächsten Generation in das Gestalten unserer Gesellschaft zu investieren.




Straßenaktion in Hannover


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